Matcha und grüner Tee: Worauf kommt es an?

Matcha ist in aller Munde — im wahrsten Sinne. Der leuchtend grüne Tee begegnet Ihnen überall: im Café, in den sozialen Medien, im Supermarktregal. Dabei ist Matcha eigentlich nur eine ganz bestimmte Form von grünem Tee. Beide stammen von derselben Pflanze, beide haben ihren eigenen Charakter — und beide verdienen einen genaueren Blick, wenn es um Qualität geht.

Verwandt, aber verschieden

Bei Matcha werden die Blätter vor der Ernte mehrere Wochen beschattet, getrocknet, von Stielen befreit und in Steinmühlen zu feinem Pulver gemahlen. Sie trinken das gesamte Blatt mit, aufgelöst in Wasser oder Milch — das macht Matcha so intensiv in Farbe und Geschmack.

Klassischer grüner Tee wird dagegen als ganzes oder leicht gebrochenes Blatt aufgegossen. Die Aromen lösen sich nach und nach, und die Blätter bleiben im Sieb zurück. Das Ergebnis ist ein Tee, der filigranere Nuancen entwickelt und sich über mehrere Aufgüsse immer wieder neu entfaltet.

Guten Matcha erkennen

Die Farbe verrät viel: Hochwertiger Matcha leuchtet in sattem Jade- oder Smaragdgrün. Wirkt das Pulver gelblich oder bräunlich, deutet das auf geringere Güte hin. Die Textur sollte sich seidig fein anfühlen, vergleichbar mit Puderzucker. Und der Geschmack ist mild, leicht süßlich, mit angenehmer Umami-Note — starke Bitterkeit oder ein kratziges Gefühl sprechen für niedrigere Qualität (oder für zu heißes Wasser).

Guten grünen Tee erkennen

Bei klassischem Grüntee zählen Blatt, Duft und Aufguss. Ganze oder nur leicht gebrochene Blätter, ein lebendiges sattes Grün, ein frischer Duft — das sind gute Zeichen. Feiner Staub und ein muffiger Geruch dagegen nicht. Hochwertige Grüntees belohnen Sie außerdem beim zweiten und dritten Aufguss mit neuen Geschmacksfacetten.

Richtig zubereiten und lagern

Matcha: 1–2 g durch ein feines Sieb in die Schale geben, mit 70–80 °C heißem Wasser aufgießen und mit dem Bambusbesen schaumig schlagen. Grüntee: je nach Sorte 60–80 °C, 1–3 Minuten ziehen lassen — nie überziehen, sonst wird er bitter.

Beide reagieren empfindlich auf Licht, Luft und Feuchtigkeit. Bewahren Sie sie luftdicht, kühl und dunkel auf und verbrauchen Sie geöffnete Packungen möglichst innerhalb weniger Wochen.