Herr Andresen und sein Green Mango
Herr Andresen ist kein Teekenner. Das betont er gerne. Er trinkt Tee nicht, weil ihm jemand erklärt hat, dass man Grüntee trinken sollte, sondern weil er eines Tages eine Tasse Green Mango in die Hand gedrückt bekam, daran roch und dachte: Das will ich nochmal. So fangen die besten Dinge an.
Er arbeitet in einem Großraumbüro im dritten Stock und hat auf seinem Schreibtisch genau einen persönlichen Gegenstand: eine Packung Schlürf-Tee. Die Kollegen wissen, dass er um 14 Uhr Wasser kocht. Und die Klügeren unter ihnen haben inzwischen ebenfalls eine Tasse.
Ein Grüntee mit Haltung
Fruchtige Grüntees gibt es viele. Die meisten riechen besser, als sie schmecken, oder schmecken nach Aroma statt nach Tee. Herr Andresens Green Mango ist anders — und zwar, weil man es schmeckt. Der Unterschied fängt beim Rohstoff an: ein Bio-Grüntee, der für sich stehen könnte, und eine Fruchtigkeit, die ergänzt, was der Tee schon mitbringt.
Das ist der Unterschied zwischen einem Tee, den man trinkt, und einem Tee, dem man zuhört.
Was in der Tasse passiert
Der erste Schluck ist direkt: Mango, süß und sonnenwarm, mit einer Tiefe, die nach echter Frucht schmeckt statt nach Süßungsmittel. Die Basis ist ein Grüntee, der ruhig und geerdet bleibt und dafür sorgt, dass das Ganze nicht ins Beliebige kippt.
Heiß aufgegossen entfaltet sich das volle Profil; lässt man ihn abkühlen, tritt die Frucht stärker hervor. Und als Eistee über Eis gegossen ist er einer der besten Gründe, sich den Nachmittag ein kleines Highlight zu setzen. Wichtig: kein kochendes Wasser — kurz abkühlen lassen holt das Mango-Aroma heraus, ohne dass der Grüntee bitter wird.
Wann dieser Tee seinen Moment hat
Mittags, wenn der Tag anfängt, schwer zu werden. Wenn das vierte Meeting auf dem Kalender steht und die Konzentration zwischen Küche und Schreibtisch verloren gegangen ist. Ein kurzer gedanklicher Tapetenwechsel zwischen Folie drei und Folie vier — und danach weitermachen, mit ein paar mehr Palmen im Kopf als vorher.